Königsland-ChronikenEreignisse

Der Tod König Edrans

Zeit
Ende 403, drittes Winterjahr
Ort
vor Königsburg
Beteiligte
Edran, Oren, Braeg, ein unbekannter Schütze

Oren rückt nicht sofort als Eroberer vor. Er sendet Angebote an Garnisonen, bestätigt Schutz für Familien von Kronensoldaten und wiederholt die Forderung nach einem Reichsrat. In der Hauptstadt verschärft sich unterdessen die Versorgungslage.

König Edran will die erschöpfte königliche Armee ein letztes Mal inspirieren und zieht persönlich in die letzte Schlacht. Als die Niederlage unausweichlich wird, steht er plötzlich Oren und Braeg gegenüber. Keine Seite greift an. Orens beide Bären schirmen die Begegnung gegen das Schlachtgetümmel ab und schaffen für wenige Augenblicke einen stillen Raum zwischen den Fronten.

Das Geständnis

Edran gesteht ein, Fehler begangen zu haben. Er habe Zeit gewinnen und das Reich zusammenhalten wollen; die Gefangenschaft Orens, die gefährlichen Aufträge und der Zugriff auf Oxford seien nie als Beginn eines Bürgerkriegs gedacht gewesen. Oren und Braeg hören ihn an.

Noch bevor aus dem Gespräch Übergabe, Abdankung oder Versöhnung entstehen kann, trifft Edran von hinten ein Armbrustbolzen in den Kopf. Er stirbt zwischen den beiden Seiten.

Der ungeklärte Schütze

Die Bären verbergen den Abschusswinkel, Staub und Bewegung machen sichere Zeugenaussagen unmöglich. Kronentreue beschuldigen Orens Leute, Orens Anhänger vermuten einen letzten Befehl aus Maelas Umfeld, und manche halten einen radikalen Kämpfer der eigenen Seite für den Schützen. Keine Darstellung kann bewiesen werden. Der ungeklärte Tod wird zum ersten großen Streit der neuen Geschichtsschreibung.

Maelas Verschwinden

Zur selben Zeit ist Königin Maela spurlos verschwunden. Ihre Gemächer sind verlassen, die wichtigsten persönlichen Dinge fehlen. Späher aus den Biber- und Wisentlinien berichten unabhängig voneinander von einer Frau ihres Gefolges auf dem Weg zur Küste; dort verliert sich die Spur. Im Volk heißt es bald, sie habe ein Schiff nach Zoren genommen.

Leomars öffentlicher Bruch

Vor Rat, Wachen und Vertretern der Stadt erklärt Leomar, dass Oren die Zeremonie nicht manipuliert habe, dass die gefährlichen Aufträge gegen ihn gerichtet waren und dass der Zugriff auf Oxford der Unterdrückung möglicher Beweise diente. Er wolle die Krone nicht tragen.

Das macht ihn nicht rückwirkend mutig. Aber sein Zeugnis verhindert, dass Edrans ungeklärter Tod zum Vorwand für einen endlosen Rachekrieg wird.

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